Frohe Weihnachten

Wir wünschen unseren Familien, Freunden und Lesern frohe Weihnachten. Feiert schön und genießt die Feiertage mit Familien und Freunden.

Wir haben uns bereits selbst beschenkt und noch etwas Ausstattung für Pico gegönnt. Es soll uns noch autarker Leben lassen: Weitere Solarzellen, neuer Kühlschrank in Einzel-Teilen und eine neue Entsalzungsanlage dürfen eingebaut werden.

Während ich das hier in Curacao bereits angefangen habe, organisiert Sandra Zuhause in Deutschland weitere Ersatzteile und einiges an Papierkram.

Es geht in 2019 also weiter hier im Blog, erstes Etappenziel wird dann Panama 😀

Wetterbericht im Ersten

Wenn wir ein geeignetes WLAN haben, dann schauen wir abends meist die Tagesschau. Man will ja wissen, was Freunde und Verwandte zuhause bewegt. Hierbei fällt dem Reisenden sehr schnell auf, dass die Nachrichten nach der Relevanz gefiltert sind. Ich will mir hierzu kein grosses Urteil erlauben. Aber es fällt schon auf, das geschichtlich Verbündete mehr Raum bekommen. In anderen Ländern unterscheidet sich dies natürlich. Ein anderer Punkt ist, dass im Wetterbericht kein Wort über die globale Wetterlage verloren wird. Heute sind zum Beispiel drei Zyklone im Atlantik unterwegs. An der Namensgebung nach Alphabet ist zu erkennen, das ein vierter sich erst kürzlich aufgelöst hat und hier auch der 9. der Sasion unterwegs ist. Die meisten bewegen sich nur auf See, was hauptsächlich uns Segler interessiert. Erst wenn Land betroffen ist bzw. sein könnte und Schaden entstehen könnte, wird es in den Nachrichten gezeigt. Schade eigentlich, sonst könnte man sich über die Jahre ein Bild machen, ob sich was auf unserem Planete verändert hat .

So ist man auf eigene Recherche angewiesen:

NHC der NOAA //www.nhc.noaa.gov/

Archive der Tracks der letzten Jahre:

NHC Track Archive

Etwas anderer Landfall auf Curacao

06.08. – 24.08.18

Seit dem 6.8.2018 sind wir auf Curacao. Wir hier haben wir nochmal Jost und Susi von der Serenity getroffen, unter anderem um ihnen etwas Hausrat von Jos und Tina zu übergeben. Die beiden haben ihr Boot hier auf den ABC Inseln verkauft und uns, sowie Jost und Susi gebeten, die Sachen nach Kolumbien zu bringen. Kolumbien ist die neue Wahlheimat der beiden, das Segeln und Leben auf dem Wasser war wohl nichts für die Kinder. Ihre Reise haben die beiden auf juggernaut.one dokumentiert. Wir wünschen ihnen alles Gute für den Neustart in Medellin, Kolumbien. Nachdem Jost und Susi weiter nach Kolumbien gezogen sind, haben wir uns einen Werftplatz gesucht. Der reservierte Platz  in der Curacao Marina war nach Rücksprache mit der Marina nicht nutzbar, da Pico nicht auf den Lift- Wagen zum aus dem Wasser ziehen passte (unseren Twin-Kielen sei Dank …). Also musste ein Plan B her. Die Marina verwies uns auf Aruba, was aber nicht in unsere Pläne passte. Von einem anderen Reinke-Besitzer hatten wir von einer Marina in der Piscadera Bay, nördlich von Wilhelmstad,  gehört. Es stellt sich heraus, dass dort ein normaler Travelift benutzt wird (,so wie wir ihn bereits aus Mallorca kennen) und auch ein Platz zur Verfügung steht. Nachdem wir auch einen Schweißer ausfindig gemacht haben, geht es wiedermal an Land.

 

 

Auf der Passage nach Teneriffa und bei der Atlantiküberquerung  ist uns  wiederholt bei höherer See der Auspuff voll Meerwasser gelaufen, was ein Starten des Motors erfolgreich verhindert, hat. 🙁  Nach dem Entfernen des Seewasser lief der Motor wieder, aber ein Zustand für anspruchsvolle Seegebiete ist das nicht. Der Auspuff hat ein Knie, welches bis an die Decke des Motorraums geht, was dies verhindern sollte. Dies war offensichtlich nicht hoch genug. Also muss es nun höher gelegt werden. Hierfür ist die Anfertigung von Teilen nötig und das geht natürlich an Land einfacher.  Weiterhin ist die Gefahr von Wassereinbruch natürlich auch geringer. Zudem wird auch gleich das Antifouling neu gemacht. Das alte war schon fast wirkungslos. Pico hat am Boden eine Öffnung über der ein kleiner Schacht aufgeschweisst ist, von dem dann alle Seevetile abgehen. Hier möchten wir noch eine Entlüftung einbauen, da sich im Schacht beim Segeln Luft ansammelt, die dann bei Toilettenbenutzung oder vom Motor erst abgepumpt werden muss. Die neue Entlüftung (Seeventiel am obersten Abgang mit Schlauch über die Wasseroberfläche und Rückschlagventil) sollte das der Vergangenheit angehören.

Auf der „Optional -Liste“ steht auch noch einiges. Viel Hoffnung haben wir nicht, dass wir alles abarbeiten können.

Die Arbeiten ins Rollen zu bringen, ist wesentlich aufwendiger als zu Hause. Man muss sich bei allem den Kopf zerbrechen, hat leider selten jemanden, der mit Rat und Wissen zur Seite steht. Jeder Techniker hier kennt sein Fachgebiet,  darüberhinaus darf man nicht viel erwarten. Zu Aussagen „Wenn Du Deine Idee umsetzt, dann funktioniert das“ lässt sich keiner hinreissen. Auf einem Gebiet, wo man noch nicht so viele Erfahrungen hat, fühlt man sich dann irgendwie alleine.  Aber Zaudern hilft auf die Dauer nicht weiter. Die Entscheidungen müssen gefällt werden, nur dann geht es vorran, und der eigene Terminplan kommt nicht zu sehr in Schräglage. In solchen Momenten ist z.B. der Rundum-Service der Auto-Werkstätten in Deutschland gold glänzend. Allerdings ist hier jeder um seine Kunden sehr bemüht und versucht für seinen Teil den besten Service zu bieten.

So ist der Plan für den Umbau des Auspuffs erst nach und nach entstanden, es musste der passende Kompromiss zwischen Schlauchführung, Stauraum und verfügbarem Material gefunden werden.

Das letzte Stück Abgasschlauch haben wir in einem der Marine-Läden erstanden. Und Mitchel der Schweisser hat nach einigen Schwierigkeiten das passende Material zu finden, die ersten 3 Teile angefertigt. Voilà!

 

Mal sehen, was die nächsten Tage bringen …. Es bleibt spannend.